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Goa und Radschasthan in 18 Tagen

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nelilein:
Naja, ich denke ich werde mich schon wieder "erhohlen" ;). Aber vorerst genieße ich lieber mal die Weihnachtsspezialitäten.

nelilein:
Dienstag: Heute geht es um 10 Uhr los zur Stadtbesichtigung.
Wir fragen Rakesh lieber erst mal, wo er mit uns hin will. 
Er hat zu viel vor und wir streichen ihm die diversen Tempel.
Wieder ist er nicht so ganz einverstanden, gibt aber nach.
Zuerst fahren wir zum Amber Fort außerhalb von Jaipur.
Dort gibt es die Touristenattraktion:  Man kann auf dem Elefant zum Fort hochreiten.
Allerdings geht die Karawane nur bis Mittag, da die Regierung die massive Ausbeutung der Tiere einschränken musste, als ein erschöpfter Elefant Amok lief und einen Menschen zu Tode trampelte.
Als wir Rakesh sagen, dass wir keinenfalls auf dem Elefanten reiten, trübt sich seine Laune weiter. 
Die Anderen Touris sind doch begeistert…?... Wir erklären ihm, was ein Touristennepp ist.
Wir besichtigen das Fort und stellen fest, wir haben schon einige Forts gesehen.
Auf dem Rückweg halten wir am Wasserpalast. Ich habe auf den Weg herrliche Sonnenschirme in den typischen Rajasthanstoffen gesehen, die will ich haben!
Wieder scheine ich unserem Rakesh auf den Schlips zu treten.  Er würde mit uns zuerst in ein Geschäft fahren, wo es alles sooo günstig gibt.
Also gut, warum nicht, denken wir uns, bis wir den Laden mit andern Weißnasen zusammen betreten.
HA! Gute 2,50 Euro für ein Stoffnadelkissen?!? Da lachen ja die Hühner im Stall! Immerhin ist das ein Kinobesuch!
Schneller als drinnen, sind wir wieder draußen.
2 Straßen (Rakeshs Empfehlung) weiter lasse ich mir mit Henna die Handfläche bemalen, was ich, für mein Empfinden,  auch zu teuer bezahle. Aber immerhin muß Rakesh Provission ja mit bezahlt werden.
Zum Trocknen der Paste sollen wir den Tempel nebenan besuchen, der seltsamerweise Eintritt kostet. 
Harald weigert sich, und Rakeshs Gesichtsausdruck wir immer düsterer.
Nach einer halben Stunde (vorher darf ich nicht ins Auto - Verschmierungsgefahr) im Schatten, mit der Hand in der Sonne, fahren wir weiter, und allen Ernstes will Rakesh mir erzählen, ich bekäme nirgends so günstig Souvenirs, wie in dem von ihm gezeigten Laden. >:D
 Also gut, es ist wohl wieder an der Zeit, unserem Inderlein ein paar Zähne zu ziehen.
Ich schaue ihm kritisch ins Auge und sage nur: We will see. And now please drive to the street with the umbrellas.
Mißmutig hält er bei Schirmen weiter oben am Straßenrand und ich laufe zur Hochform auf: Die Schirme hier gefallen mir hier nicht, also weiße ich Rakesh an, zurückzufahren an die Stelle wo sie mir gefallen haben.
Was mit denen hier nicht stimmt? Tja, ich will eben nicht einen Schirm, ich will DEN Schirm.
An meinem Wunschort angekommen stürme ich das Geschäft.
Ich habe immerhin nicht umsonst fast 20 Jahre für unser Geschäft den Einkauf gemacht.
Ich gebe klare Anweisungen, sage was ich will. Lasse mir die Farben und Muster zeigen und die wo mir nicht gefallen wieder wegpacken. 
Ich beschließe 2 Stück zu kaufen und fange mit den Preisverhandlungen an.
Rakesh, der uns in den Laden gefolgt ist, bleibt der Mund offenstehen.
Harald und ich spielen ein bisschen „guter Bulle, böser Bulle“ diskutieren lauthals auf Deutsch (wir wissen ja, was für eine Wirkung unsere Sprache im Ausland hat, wenn man etwas lauter spricht).
Ich zahle am Ende 30 Prozent vom Ursprungspreis und bin zufrieden.
Harald verlangt eine Rechnung mit Ursprungszeugnis für den Deutschen Zoll.
Die Schirme werden verpackt, während ich dem Chef noch zwei kunstvoll bestickte Handtaschen, jeweils zum Preis eines Nadelkissens (!) aus den Rippen leiere.
Das Rakesh trotzdem Provision bekommen wird ist klar – that’s India. 
Wir fahren weiter in die Innenstadt und teilen Rakesh mit, dass wir zuerst im Mc Donalds essen und dann alleine auf Tour gehen werden.
Er wartet auf dem Parkplatz.
Da es schon nach 14 Uhr ist, verzichten wir ganz frech auf die Palastbesichtigung und lassen uns lieber durch die Basarstraßen treiben. 
Wir besuchen die Juweliere, kaufen ein Souvenir, Harald schaut eine Weile einem Goldschmied zu.
Wir kommen an den Schneidern mit ihren antiken Singer-Nähmaschinen vorbei und laufen weiter zu den Stoffen.
Und wir dürfen überall Fotos machen, man erlaubt es uns immer lächelnd.
So viele Farben, wir sind ganz begeistert und stellen fest, dass auch hier in Jaipur die Menschen sehr freundlich sind, wenn man ihnen ebenso entgegenkommt.
Von den berüchtigten Neppern und Schleppern bekommen wir nichts mit.
Am Palast der Winde möchte man uns schon gerne was verkaufen, versuchen darf man es ja – machen wir halt nicht.
Zum Sonnenuntergang hin machen wir uns auf zum Parkplatz und kommen sogar vor der Dunkelheit dort an.
Rakesh wirkt auf uns, als hätte er heute einen stressigen Tag gehabt.
Er fragt ob’s in der Stadt schön war und wir erwidern: Na sicher doch!
Ich schaue mir den Rosenquarz Ganesha mit Goldbemalung an, den ich gekauft habe.
Rakesh behauptet ungefragt, den besorgt er uns für 100 Rupees  (1,20 Euro)….
Haha!
Ich lächle ihn an und sage, das ist ja super! Ich kann durchaus noch einen als Geschenk für meinen Papa gebrauchen.
Also immer her mit dem 100 Rupees Ganesha.
Er macht einen Rückzieher ;).
Oh Rakesh – heute wird das wohl nichts mehr zwischen uns beiden.
Schauen wir mal ob´s morgen wieder „besserle“ ist.

Birgit:
Hm, an solche Schirme kann ich mich gar nicht erinnern. Wie sahen die denn aus?

Ich finde es ja lustig. Jaipur war mein erstes Fort: Große, staundende AUgen, abgewunken habe ich dann später auch nach dem 10. Prachtexemplar. Welches man am schönsten findet, hängt sicherlich damit zusammen, wann die Eindrücke noch neu sind ;)

nelilein:

Andrea:
Scheinbar hattet ihr mit Rakesh nicht so viel Glück wie Birgit mit Anil. Aber gut, dass ihr da nicht zimperlich mit der Durchsetzung eurer Wünsche seid. Ich Doofie hätte wohl fast alles mit mir machen lassen...  :verlegen:

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