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Stan und Olli, die Anti Shutdown Tour - Südwesten USA Herbst 2013
Thomas:
Wenn der Toni wegen dem Shutdown schon nicht in den Arches National Park darf, dann soll er wenigstens, den nach meiner Meinung schönsten Arch der USA sehen. Ui am Parkplatz zum Corona Arch war jede Menge los. Als Martina und ich hier im Sommer 2008 den Corona Arch besucht haben, waren wir ganz alleine.
Hier fahren die Züge von der Potash Mine in den Bootlegger Canyon.
Diese Kulisse haut mich immer wieder um. Sie ist eine der schönsten Sandsteinformationen rund um Moab.
Uns kam ein Paar entgegen. Der Mann meinte zu mir nur noch 7 Meilen und grinste. Ich sorry, ist nicht mein erstes Mal hier. Er wollte wohl Wanderer erschrecken, die sich fragten, wie weit es noch ist.
Ja ihr guckt richtig. Hier war Schlange stehen angesagt. Wir hatten aber Glück, denn die beiden Schulklassen waren gerade auf dem Rückweg.
Wir hatten noch mehr Glück, denn beim Corona Arch war plötzlich gar nix mehr los. Auch unser Sohn war sehr beeindruckt von diesem riesigen Arch. Ich sagte, ihm dass er nicht traurig sein soll, dass es mit dem Arches National Park dieses Mal nicht klappt. Dort sind auch nur Löcher im Stein...ok schöne Löcher.
Blick auf den Bowtie Arch.
Ach war das schön...und dann noch die Schäfchenwolken am Himmel. Ich glaube Petrus mag uns.
Thomas:
Zu Mittag gönnten wir uns einen Burger in Moab bei Mc Donalds. Oha Moab war voller Leute. So belebt hatte ich den Ort aber nicht in Erinnerung. Auch sonst habe ich einiges bemerkt, was in den vergangenen Jahren neu gebaut wurde. Wir gingen noch fix in einen der üblichen Touristenläden um kleine Mitbringsel zu kaufen, welche hier zu unserer Überraschung wirklich preiswert waren.
Unserem treuen Begleiter gönnten wir eine Dusche mit dem Hochdruckreiniger. Na ja uns nervte die raue Salzkruste, die er sich auf dem Salzsee eingefangen hat.
Wir waren heute scharf auf Löcher. Oh habt ihr schmutzige Gedanken. Nee, wir fuhren zum nächsten Arch.
Foto - Balcony Arch
Man nimmt dafür südlich von Moab, die Behind the Rocks Road. Die Gegend war auch mir neu und gefiel uns beiden auf Anhieb. Foto - in diesem Fels findet man den Balcony Arch.
Auf dem Rückweg fiel uns eine Sanddüne auf. Damit hätte ich jetzt gar nicht gerechnet. Ich mag ja Sanddünen, also hin da. Ja auch uns fielen die dunklen Wolken auf, die uns vom Arch an verfolgten. Toni schienen die zu beunruhigen, denn er fragte mich, ob die ein Problem wären. Ich sagte, solange die uns nicht erreichen nöö.
Ich denk mir, gib mal lieber etwas mehr Gas, denn ab und an bekamen wir schon paar Tropfen ab. Ich fahr einen sehr schmalen sandigen Weg, sabbel nebenbei mit Toni, beobachte die Wolken und freue mich meines Daseins. Jo nu bin ich ja ein Mann, obendrein etwas tüttelig und wir Männer haben´s doch nicht so mit Multi und so. Plötzlich stehen wir mit dem Auto bergab in den Dünen. Ui aber da bekam Vati kurzzeitig Angstschweiß auf der Stirn. Tja ich traute unserem Auto nicht zu, da wieder raus zu kommen. Der ganze Angstkram war total überflüssig, ich schaltete Allrad ein, gab Gas und schon waren wir aus der Düne raus. Ich muss an dieser Stelle unseren Kia Sorento mal wieder loben. Ok er war zwar ein kleiner Schmutzfink, fuhr aber wie ein Großer.
Wir guckten uns die Dünen an, Toni klaute Sand und zogen wieder weiter, denn inzwischen standen auch wir schon im Schatten der Wolken. Schon bei der Herfahrt sahen wir die Unwetter in den La Sal Mountains. Irgendwie schienen die hohen Berge die Wolken anzuziehen. Das hörte dort nicht auf zu regnen.
Behind the Rocks wird uns auf jeden Fall wieder sehen, denn dort gibt es noch viel mehr zu erkunden.
Thomas:
Beim Hole N'' the Rock, südlich von Moab, sind wir sonst immer vorbei gefahren. Heute hatten wir Zeit und Lust uns den Kram da mal anzuschauen.
Als erstes fiel uns dieser Bulle aus Schrott auf. Das Ding war genial. Wir standen davor und suchten einzelne Teile, die der Künstler Lyle Nichols aus Colorado, für sein Werk genutzt hat.
1940 begannen Albert und sein Bruder Leo Christensen einen Felsen im Süden Moabs auszuhöhlen, um dort eine Wohnung zu schaffen. 12 Jahre später zog Albert mit seiner Frau Gladys in die 14 Zimmer Höhlenwohnung, in der es an nichts fehlte. Es gab sogar einen offenen Kamin und natürlich ein Badezimmer. Albert baute bis zu seinem Tod im Jahr 1957 weiter an dem "Haus". Er schaffte es aber nicht mehr sein Werk beendigen.
Ihren Unterhalt bestritten die Christensens mit einen Diner in ihrer Höhle. Gladys betrieb nach Alberts Tod bis zu ihrem Tod im Jahr 1974, hier ein Café und einen Touristenshop und machte Führungen durch ihr ungewöhnliches Haus.
Hier das Grab von Albert und Gladys Christiansen, gleich neben ihrer ehemaligen Wohnung.
Im Jahr 2000 verkaufte der Sohn der Christiansens das Hole N'' the Rock. Der neue Besitzer betreibt jetzt neben den Touristenshops, noch einen Imbiss und einen Streichelzoo. Letzteren halte ich für total überflüssig. Aber mich fragt ja keiner.
Irgend jemand hat hier Sinn für Spaß und baute ein 1a Plumpsklo, was mir persönlich am besten gefiel und zeigt endlich den wahren Bigfoot, statt nur unscharfe Bildchen.
Dieser "Jeep Wrangler", auch ein Werk von Lyle Nichols war die Krönung des Ganzen. Ich würde ja nie jemanden raten einen Touristenshop zu besuchen, aber hier mach ich ´ne Ausnahme, denn wir hatten unseren Spaß.
Thomas:
Den Looking Glass Rock wollte ich eigentlich schon mit Martina im Sommer 2008 besuchen, aber damals hat es hier geregnet. Heute war es "noch" trocken, aber stürmisch.
Wir kletterten hoch bis zum Arch um da durch zu gucken. Hier oben war es sehr laut und stürmisch. Ich traute mich nicht bis ans Loch. Toni kletterte den letzten Meter hoch, wobei ich ihn ständig an den Beinen festhielt. Dank des Windes, der heulend durch den Arch zog, mussten wir uns anbrüllen um uns zu verständigen. Wir brachen die Geschichte dann ab, weil einfach zu gefährlich. Ja ich hatte wirklich Angst um Toni. Eine kräftige Windböe und er segelt davon und ich Dussel müsste das Gepäck später alleine aufs Motel Zimmer tragen.
Der Looking Glass Rock war für uns ein richtiges Abenteuer. Der Wind hat uns so ausgekühlt, dass wir, als wir wieder unten waren, vor Kälte geklappert haben. Manchmal frag ich mich selbst, ob wir noch ganz dicht sind. Wir Männer können nix dafür, wir müssen uns einfach jedes Loch angucken.
Bei finsterem Wetter fuhren wir weiter nach Blanding, wo wir Quartier im Super 8 Blanding, für 59,76€ reserviert hatten. Abendbrot holten wir bei Clark's Market, gleich gegenüber vom Motel. Nach Hühnchen und Kartoffelsalat, haben wir Wäsche gewaschen und über den nächsten Tag gesprochen.
Toni war zwar schon zweimal in den USA, hatte aber noch keine Vorstellung wo wir uns in etwa befinden. Klar war, dass wir morgen Abend in Albuquerque sein müssen und dass der direkte Weg von hier schon 500 Kilometer lang sein würde. Ich erklärte Toni was hier so in der Nähe liegen würde. Bei einigen Location funkelten sofort seine Augen. Ich machte ihm aber klar, dass wir sehr früh los müssten und am Ende des Tages immer noch 510 Kilometer fahren müssten. Wir einigten uns dann tatsächlich auf diese total bekloppte Reiseroute für den nächste Tag und bedankten uns bei denen, die uns Dank des Shutdowns dieses ermöglichten. Nee im Ernst, normal würden wir solchen Käse nicht machen. Na ja und etwas Schuld hat ja auch die Wettervorhersage und unser Termin in Albuquerque.
Draußen tobte ein Sturm. Wir gingen dann ins Nest. Gute Nacht.
Andrea:
Ein toller Tag! Und: Ich mag Leute, die bekloppte Sachen machen und dann noch 500km abreißen ;D
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