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Endlich spricht ein Politiker mal das aus, was ich schon lange denke.
Birgit:
Liebe Gabi,
jedes Ding hat unterschiedliche Seiten. Ich finde es nicht fair von dir so zu tun, als ob jeder sich schützen könnte außer dir und deinen Kollegen. Bitte nimm es mir nicht übel, aber eine solche Haltung ist selbstmitleidig und nicht konstruktiv. Jeder hat seine Sorgen und Schwierigkeiten mit diesem Arschloch Covid: Angst um sich selbst, Angst um Angehörige, Angst um die wirtschaftliche Existenz, Angst vor der Zukunft.
Theoretisch hast du sicherlich die Möglichkeit den Dienst zu quittieren, solltest du das Arbeiten mit den Kindern in der Schule mit deinem Gewissen nicht vereinbaren können, dann wärst du den Stress los. Aber wäre das für dich eine Alternative?
1. P. S. zu Rainers Beitrag:
--- Zitat ---Was auch wieder ein Totalversagen der Entscheidungsträger ist, immerhin hatte man 6 Wochen Zeit, solche Dinge zu analysieren. JETZT stellt sich anscheinend heraus, dass Kinder nicht ansteckend sind, eine Information, die man längst hätte haben können und die die Lehrkräfte sehr beruhigen könnte. Ich gehe jedenfalls HEUTE davon aus, dass in der Tat keine nennenswerte Ansteckungsgefahr von Volksschülern ausgeht und ich würde mich auch selbst da vorne hinstellen.
--- Ende Zitat ---
Woher - bitte schön - hätte man schon längst diese Info haben können? OK, man hätte vielleicht schon vor 3 Monaten ein paar chinesische Kinder mit Viren anblasen sollen und sie dann in bestimmten Zeitintervallen in einen Raum stellen sollen mit einer Auswahl anderer Kinder und Erwachsener um zu schauen, wer dann 2 Wochen später krank ist und weitere 2 Wochen später stirbt? Du erwartest ziemliche Wunder, fürchte ich!
2. P. S. zum zwischenzeitlich geschriebenen Beitrag zu Fahrzeugen:
In absehbarer Zeit werden meine Kollegen aus dem Fahrerlaubniswesen wieder zu prüfen beginnen: 5 Tage die Woche pro Tag 8-mal in unterschiedlichen Fahrzeugen mit unterschiedlichen Prüfern und Prüflingen. Ich habe da ziemlich Angst um meine Kollegen und finde auch da nicht, dass man als Lehrer vor Schülern schlechter dran ist als als Prüfer (oder noch schlimmer Fahrlehrer mit Prüfer hinter sich) in so einem engen Raum.
Silke:
--- Zitat von: Birgit am 29. April 2020, 21:58:13 ---Liebe Gabi,
jedes Ding hat unterschiedliche Seiten. Ich finde es nicht fair von dir so zu tun, als ob jeder sich schützen könnte außer dir und deinen Kollegen. Bitte nimm es mir nicht übel, aber eine solche Haltung ist selbstmitleidig und nicht konstruktiv. Jeder hat seine Sorgen und Schwierigkeiten mit diesem Arschloch Covid: Angst um sich selbst, Angst um Angehörige, Angst um die wirtschaftliche Existenz, Angst vor der Zukunft.
Theoretisch hast du sicherlich die Möglichkeit den Dienst zu quittieren, solltest du das Arbeiten mit den Kindern in der Schule mit deinem Gewissen nicht vereinbaren können, dann wärst du den Stress los. Aber wäre das für dich eine Alternative?
1. P. S. zu Rainers Beitrag:
--- Zitat ---Was auch wieder ein Totalversagen der Entscheidungsträger ist, immerhin hatte man 6 Wochen Zeit, solche Dinge zu analysieren. JETZT stellt sich anscheinend heraus, dass Kinder nicht ansteckend sind, eine Information, die man längst hätte haben können und die die Lehrkräfte sehr beruhigen könnte. Ich gehe jedenfalls HEUTE davon aus, dass in der Tat keine nennenswerte Ansteckungsgefahr von Volksschülern ausgeht und ich würde mich auch selbst da vorne hinstellen.
--- Ende Zitat ---
Woher - bitte schön - hätte man schon längst diese Info haben können? OK, man hätte vielleicht schon vor 3 Monaten ein paar chinesische Kinder mit Viren anblasen sollen und sie dann in bestimmten Zeitintervallen in einen Raum stellen sollen mit einer Auswahl anderer Kinder und Erwachsener um zu schauen, wer dann 2 Wochen später krank ist und weitere 2 Wochen später stirbt? Du erwartest ziemliche Wunder, fürchte ich!
2. P. S. zum zwischenzeitlich geschriebenen Beitrag zu Fahrzeugen:
In absehbarer Zeit werden meine Kollegen aus dem Fahrerlaubniswesen wieder zu prüfen beginnen: 5 Tage die Woche pro Tag 8-mal in unterschiedlichen Fahrzeugen mit unterschiedlichen Prüfern und Prüflingen. Ich habe da ziemlich Angst um meine Kollegen und finde auch da nicht, dass man als Lehrer vor Schülern schlechter dran ist als als Prüfer (oder noch schlimmer Fahrlehrer mit Prüfer hinter sich) in so einem engen Raum.
--- Ende Zitat ---
Diese Info zu den Kindern hätte man durch Tests bei den Kindern aus der Notbetreuung haben können. Das läuft jetzt schon fast 7 Wochen. Inzwischen hat man ja auch genug Testkapazität. Diese Kinder verhalten sich ja so, wie sich die Kinder in der Schule oder Kita eben verhalten würden, wenn man wieder öffnet.
Zu deinem PS 2: Ist die Öffnung von Fahrschulen und das Abnehmen der Prüfungen denn absehbar?
Muss denn der Fahrlehrer dabei sein? Sonst hätte man schon mal eine Person weniger im Auto. Und man könnte ja das Auto mit stabilen Folien abteilen.
Birgit:
Dummerweise sind Kinder keine Laborratten, sodass man sie nicht in Käfige stecken kann um zu kontrollieren, wer sie angesteckt hat und wen wiederum sie anstecken. Und ich gehe davon aus, dass kranke Kinder und Kinder von kranken oder unter Infektionsverdacht stehenden Eltern auch nicht mehr in die Notbetreuung gehen.
Ein Feldversuch bringt aufgrund der Störeinflüsse nicht so schnell valide Egebnisse. Und Daten, die sich jemand genauer ansieht, kann man unter solchen Bedingungen nur über den Verlauf einer gewissen Zeit über die Anzahl der Fälle sammeln. Und diese Zeit ist ja nun noch nicht sehr lang und die Population, in der man solche Untersuchungen hätte starten können, noch dazu hier und unter unseren Lebensbedingungen, ist ja noch äußerst klein, sodass aufgrund der zu kleinen Zahl sicherlich keine aussagefähigen Ergebnisse erwartet werden können. Man müsste ja nach Einrichtungen suchen, in denen nachweislich Infektionen aufgetreten sind. Und die spüre erstmal auf. Und dann lässt man das Infektionsgeschehen oder auch das nicht auftretende Infektionsgeschehen einfach so laufen und guckt dann mal, wie es 1 oder 2 Wochen später aussieht?
Zu den Fahrschulen:
Die werden loslegen, sobald sie wieder dürfen. Wann das ist, entscheidet sich dann, wenn der Verordnungsgeber es wieder zulässt.
Keine Ahnung, ob die Prüfungsordnung das Weglassen des Fahrlehrers zulassen würde, schließlich ist die Arbeitsteilung (einer achtet auf Sicherheit und greift im Zweifel ein, einer beobachtet und schaut, ob die Fahraufgaben bewältigt werden) sinnvoll.
Fahrprüfer sind Ingenieure und keine Fahrlehrer und haben somit nicht gelernt von der rechten Seite aus einzugreifen.
Und in welchem Fahrzeug sollte man das durchführen? Prüforganisationen besitzen keine Fahrzeuge dafür. Es handelt sich um Fahrzeuge der Fahrschulen.
Keine Ahnung, ob und wie Umbauten möglich sind, vielleicht eine Scheibe zwischen Fahrer und Rückbank wie in amerikanischen Taxis? Dass man Fahrersitz und Beifahrersitz trennen kann, halte ich für schwierig, da der Fahrlehrer ja auch eingreifen können muss...
Rainer:
--- Zitat von: Birgit am 29. April 2020, 21:58:13 ---Woher - bitte schön - hätte man schon längst diese Info haben können?
--- Ende Zitat ---
Aus den gleichen Untersuchungen, wo diese Info jetzt her kommt. Offensichtlich hat man erst vor wenigen Wochen angefangen, solche Dinge zu untersuchen. Wieso nicht sofort nach Schließung der Kitas und Schulen? Auch die Schulen sind jetzt "vollkommen überrascht", dass der Unterricht wieder beginnen sollte, inzwischen haben einige Schulen wieder geschlossen, weil in der Zwischenzeit genau NICHTS passiert ist und die Verantwortlichen die freie Zeit als Urlaub fehlinterpretiert haben. Das ist doch grausam. Niemand hat sich in den 6 Wochen auch nur ansatzweise darum Gedanken gemacht, wie man den Unterricht wieder aufleben lassen könnte. Warum nicht?
serendipity:
--- Zitat von: Birgit am 29. April 2020, 21:58:13 ---Liebe Gabi,
jedes Ding hat unterschiedliche Seiten. Ich finde es nicht fair von dir so zu tun, als ob jeder sich schützen könnte außer dir und deinen Kollegen. Bitte nimm es mir nicht übel, aber eine solche Haltung ist selbstmitleidig und nicht konstruktiv. Jeder hat seine Sorgen und Schwierigkeiten mit diesem Arschloch Covid: Angst um sich selbst, Angst um Angehörige, Angst um die wirtschaftliche Existenz, Angst vor der Zukunft.
--- Ende Zitat ---
Das spreche ich niemandem ab und ich habe auch in meinem ersten Post hierzu geschrieben, das es genügend Menschen gibt, die eben nicht gut geschützt sind. Heißt, ich habe hier nicht nur von Lehrern gesprochen. Wenn ich selbstmitleidig und nicht konstruktiv wäre, dann hätte ich nicht am schulinternen Hygieneplan mitgearbeitet, den es übrigens schon vor dem vom Land Hessen gab, würde keine Klo-Ampeln laminieren, morgen keine drei Videokonferenzen mit meinen Schülern abhalten usw.
Zu den Testungen von Kindern aus China oder der Notbetreuung - ja, das wäre gut gewesen, dann wären wir jetzt weiter. Aber es wurde nicht getestet und die Heidelberger Studie liegt erst in ca. zwei Wochen vor. Wenn sich dann herausstellt, dass die Kinder nicht übertragen, tanze ich nackt in die Schule und mache mir keine Sorgen um meine Gesundheit, die der Eltern, meiner Kolleginnen, der anderen Kinder usw. Und die eine Maske, die mir mein Arbeitgeber zur Verfügung stellt, kann ich dann auch verschenken, brauchst du eine, Birgit?
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