Autor Thema: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien  (Gelesen 1245 mal)

Ilona

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Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Antwort #30 am: 27. November 2025, 14:49:15 »
Wenn Zeit keine Rolle spielt, ist man mit dem WoMo einfach flexibel und kann dem Regen entkommen :thumb:.

Zaragoza hat euch mit einem Traumwetter begrüßt und die Kathedrale ist wirklich sehr beeindruckend.

Gab es in der Bierstube bayr. Tapas oder seid ihr beim Flüssigbrot geblieben? 
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Paula

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Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Antwort #31 am: 27. November 2025, 18:13:11 »
deutsches Bier gibts überall  ;D
Zaragoza ist eine sehr schöne Stadt, erinnert mich sehr an Andalusien. Dass es gated communities in Spanien gibt höre ich zum ersten Mal, das finde ich schon erschreckend, solche amerikanischen Verhältnisse will ich in Europa nicht sehen!
Viele Grüße Paula

Christina

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Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Antwort #32 am: 27. November 2025, 18:23:09 »
Zaragoza gefällt mir gut mit all den schönen Altstadt Gebäuden.

Dass es in den USA immer wieder bayerische Restaurants gibt, kennt man ja und auch noch auf Mallorca, aber hier wundert mich das schon.


LG Christina

Susan

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Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Antwort #33 am: 28. November 2025, 18:50:09 »
Gab es in der Bierstube bayr. Tapas oder seid ihr beim Flüssigbrot geblieben? 

Der Name des Lokals ist Programm: Lecker spanische Tapas & Lecker deutsche Biere  ;D Wir haben uns dort nur flüssig gestärkt.

Dass es gated communities in Spanien gibt höre ich zum ersten Mal, das finde ich schon erschreckend, solche amerikanischen Verhältnisse will ich in Europa nicht sehen!

Solche Verhältnisse möchte ich auch lieber nicht sehen. Doch es scheint wohl leider seine Gründe zu haben. Kersten ist aufgefallen, dass in vielen Orten mindestens im Erdgeschoss vor den Fenstern Gitter angebracht sind. Manchmal auch noch in der ersten Etage. Einbruchsschutz wird also ernstgenommen.  :o   
Liebe Grüße
Susan

Ilona

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Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Antwort #34 am: 28. November 2025, 21:09:33 »
Kersten ist aufgefallen, dass in vielen Orten mindestens im Erdgeschoss vor den Fenstern Gitter angebracht sind. Manchmal auch noch in der ersten Etage. Einbruchsschutz wird also ernstgenommen.  :o

In Spanien wird viel eingebrochen. Ein Bekannter hatte ein freistehendes Ferienhaus in Andalusien und da wurde trotz Gitter mehrmals im Jahr eingebrochen.
Liebe Grüße

Ilona

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Susan

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Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Antwort #35 am: 28. November 2025, 23:10:41 »
Dachten wir uns schon so, daher übernachten wir in Spanien und sonst Südeuropa nur auf Campingplätzen.   
Liebe Grüße
Susan

Susan

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Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Antwort #36 am: 28. November 2025, 23:11:02 »
23. September Von Zaragoza zur Sierra de Albarracín

Heute lassen wir die Stadt hinter uns und fahren weiter Richtung Süden. Von etwas flacheren Gelände mit Weinanbau kommen wir wieder hinauf in die Berge; von rund 240 m Höhe auf 1171 m.







Den Großteil der Strecke bringen wir flott auf der Autobahn hinter uns. Danach führt der Weg auf einer Bergstraße durch ein enges Tal.



Wir steuern den Campingplatz Ciudad de Albarracin an, unser Quartier für die nächsten Tage. Einen Platz können wir uns auf den westlichen Terrassen aussuchen. Von dort haben wir - nicht ganz direkt - einen schönen Blick auf das "schönste Dorf Spaniens" und seine alte Stadtmauer.



Der Tag ist noch jung genug für eine Erkundung von Albarracín. Mit dem Roller fahren wir die 1,5 km bis zum Zentrum bzw. zum Parkplatz am Fluss. Denn die Straße hinauf dürfen nur autorisierte Fahrzeuge benutzen. Der alte Ort liegt auf einem nahezu vollständig vom Río Guadalaviar umflossenen Felsvorsprung. Eine Hängebrücke führt zum Paseo Fluvial, auf dem man die Stadt umrunden könnte. Wir jedoch steigen über Serpentinen und Treppen hinauf.


Aussichten von unten und unterwegs

Wir landen auf der Plaza Mayor mit seinen Arkaden und dem Rathaus.



Auf einer Seite sind die Arkaden offen, hier haben wir einen tollen Blick auf den Ort am Hang und die Kathedrale. Bestimmt zigtausend Male so abgelichtet worden 8)



bis hinüber zum Kloster Santa Maria


per Tele

Wir wandern weiter hinauf bis zum Anfang des oberen Teils der alten Stadtmauer, die sich hier über den kahlen Felsen zieht.



Die Berberdynastie der Raciniden legten hier in den Jahren 1012 bis 1104 das Festungsdorf mit seiner Mauer an. Häufige Streitigkeiten zwischen den maurischen Kalifaten im heutigen Spanien machten diese gewaltige Wehranlage nötig. Am höchsten Punkt steht der Torre del Andador. Über Pfade könnten wir neben der Mauer entlang laufen, doch darauf verzichten wir mal  :floet: Die Aussicht ist auch von hier aus schon wunderschön.



Wir gehen wieder hinunter und schlendern durch die schmalen, verwinkelten Gassen. Da gibt es viel zu entdecken und abzulichten.

Pflanzenschmuck an den Häusern sehen wir nur wenig.





Auffällig: die ocker bis rötliche Farbe der Fassaden. Sie kommt vom bevorzugten Baumaterial, das aus der Sierra de Albarracin stammt; rötliche Steine und eine Mischung aus Gips und Eisenoxid.



Es wurde auch viel Holz verbaut; in Balken, Rahmen, Säulen, Dachvorsprüngen und Balkonen. 




hier und da ein Bogendurchgang



Dies Schild wird diejenigen von euch, die eher früh essen, nicht so begeistern  ;)



Durchaus übliche Restaurant Öffnungszeiten in Spanien.

Schweift der Blick nach oben sehen wir,  wie die Häuser dicht an dicht kleben und sich verschachteln.   



Albarracín hat durchaus viele Besucher und lebt vom Tourismus, doch in den Gassen hier sehen wir keine Souvenir oder T-Shirt Läden, keine bunten Plakate oder auffällige Werbeschilder. Einfach nur mittelalterliches Flair!

Auf einer Bastion der ursprünglichen Maurenburg finden wir ein Cafe, dort können wir nett sitzen. Ich weiß allerdings nicht mehr, was wir dort verzehrt haben  :gruebel: Von der Mauer aus haben wir nochmal einen anderen schönen Blick auf den Ort.



Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg zur Kathedrale. Der geht vorbei am


Portal de Agua
mehr oder weniger die Mauer entlang.


Catedral de Salvador
Innen kann sie anscheinend nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden.
Dafür können wir vom Mirador Catedral endlich mal die komplette Wehrmauer erblicken (passte nicht ganz ins Foto)



Es gibt wohl auch noch Überreste des Kastells zu sehen, doch das haben wir irgendwie verpasst.

Stattdessen machen wir uns auf den Weg zurück zum Parkplatz. Tagsüber war es sonnig, aber windig,  knapp über 20°C. Sobald die Sonne hinter den Bergen verschwindet, wird es kalt. Abendessen daher mal wieder drinnen. Heute Nacht soll die Temperatur bis auf 4°C sinken. Also vorsichtshalber wird wieder die Heizung angestellt.
 

Liebe Grüße
Susan

Silv

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Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Antwort #37 am: 29. November 2025, 12:21:08 »

Pflanzenschmuck an den Häusern sehen wir nur wenig.


Schade, gefällt mir besser mit grün  :)
Liebe Grüße
Silvia

Ilona

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Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Antwort #38 am: 29. November 2025, 13:37:46 »
Klasse rote Steine :beifall:, wenn auch nur gemauert.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Christina

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Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Antwort #39 am: 29. November 2025, 15:06:46 »
Das ist ja mal ein wunderschönes Dorf, sowohl die engen Gassen als auch die Ausblicke auf den verschachtelten Aufbau und beeindruckend die lange Stadtmauer.

Das mit den späten Essenszeiten in Spanien ist einfach nur nervig ;D, aber irgendwie kann man sich immer behelfen.


LG Christina

Paula

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Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Antwort #40 am: 29. November 2025, 19:32:37 »
Was für ein toller Ort! Das ist ja erstaunlich dass es keine Andenkenläden oder Ähnliches gibt, das hätte ich auf jeden Fall erwartet. Die Essenszeiten passen für uns  :thumb:
Viele Grüße Paula

Susan

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Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Antwort #41 am: 29. November 2025, 21:42:13 »
24. September  Wanderung Barranco de la Hoz

Morgens drehe ich auch hier die Heizung nochmal hoch. Doch schon bald wärmt wieder die Sonne. In Fleece gehüllt können wir sogar draußen frühstücken.

Danach werden die Wanderstiefel geschnürt und der Roller gesattelt. Durch die beeindruckende Felsenlandschaft der Sierra de Albarracin fahren wir nach Calomarde. Dort habe ich nämlich eine Schlucht Wanderung entdeckt.   8)
Am Ortsausgang können wir den Roller abstellen, einen größeren Parkplatz soll es ein Eckchen weiter geben. Ein wenig verwirrt uns die Beschilderung hier; da steht nämlich Cañón de los Arcos. Erst später bemerken wir das gesuchte Schild und vom anderen Ende aus hat der Weg noch einen anderen Namen  ::)


 
Ein breiter Weg führt in das Tal hinein, durch das der Rio de la Fuente del Berro fließt. Oder auch Rio Blanco, da ist man sich nicht ganz einig in den Beschriftungen. Witzig: hier stehen sogar Straßenlaternen am Rand; wenigstens die ersten hunderte Meter.



Der erste markante Wegpunkt ist El Moricacho eine Felsformation mit Röhrenhöhle, der zweite der Blick zum Barranco Mingo Marco.



Zwischendurch kommen wir noch an einem kleinen Staubecken vorbei, das ziemlich zugewachsen ist.



Kurz danach gabelt sich der Weg; rechts geht es den Berg hinauf und später an den Felsen entlang, links am Rio weiter. Ratet mal, wo wir lang gegangen sind  ;)
Ist ja nicht so, als gäbe es da keine Herausforderungen  ^-^ Bachquerung auf Steinen und wackligem Holzbrett und so einiges an Treppen, hinauf und wieder hinunter..



Nächster Wegpunkt


Cueva de las Albardas


Blick von einer der Gitterbrücken



Wir kommen schließlich zur Pasarelas de Calomarde bei der Puente de Toba. Rio und Weg zwängen sich hier durch eine Klamm, teils auf nur ein Meter Breite. Manchmal müssen wir den Kopf einziehen, einmal gehts sogar nur gebückt weiter. Das Gestein im Durchgang ähnelt einer Tropfsteinhöhle.





Am Ende der Klamm wechseln wir mal wieder die Flussseite. Es geht den Hang hinauf und wenig später wieder eine Treppe hinunter in einen wunderschönen Canyon.



Der weitet sich dann, wir müssen mal wieder über eine Brücke.  8)



Beim Anblick des nächsten Anstiegs streikt Kersten  >:D Laut Wanderbeschreibung sind wir zwar erst knapp 2,5 km gelaufen - kann das wirklich stimmen? - doch für uns 60plus hatten die es schon in sich. Vor allem müssen wir ja auch wieder zurück.

Am Fuße des Treppenwegs gibt es einen dicken Baumstamm zum Sitzen. Also

Picknick Pause ;D

Liebe Grüße
Susan

Susan

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Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Antwort #42 am: 29. November 2025, 23:20:12 »
Alle gestärkt? Dann vamos…

Von der Brücke schnell ein Telefoto von der Kaskade



dann wandern wir auf gleichem Weg zurück nach Calomarde. Die Aussichten werden uns ganz und gar nicht langweilig.  ;D
Wieder durch den Canyon und die Treppe hinauf



der Abstieg zur Puente de Toba



und durch die Klamm. Nun sehen wir auch die entsprechende Felsbrücke besser



Weitere Impressionen vom Rückweg




einer der Aufstiege zum oberen Weg



Wir sind schon wieder an El Moricacho vorbei, als mir die Vögel an und über der Felswand auffallen. Sind das etwa Geier?



Nach insgesamt etwa zweiunddreiviertel Stunden sind wir wieder beim Parkplatz. Gegenüber gibt es eine kleine Picknick Area. Da verschnaufen wir kurz und tanken Rhabarberschorle.
Danach düsen wir mit dem Roller zurück nach Albarracín. Drei kleine Stopps müssen noch sein:

Bei der Cascada Batida. Da geht es elend viele Treppenstufen hinunter, wir begnügen uns mit dem Blick von oben



bei El rollo de Calomarde



und beim Supermarkt, Hack und Wein kaufen.

Zurück beim Campingplatz legen wir die Beine hoch; bei Sonne vorm, danach im WoMo




heutige  Strecke einfach

Liebe Grüße
Susan

Ilona

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Re: WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
« Antwort #43 am: Heute um 12:13:08 »
Ich liebe :herz: solche Barrancos oder Schluchten, wie sie hierzulande heißen. Diese war besonders sehenswert und es gab sogar noch einen prachtvollen Arch :thumb: .

Die Geier (es sind tatsächlich welche) warten wohl auf Futter. Deshalb mit 60+ keine Risiken eingehen :cool2: .

Wart ihr da ganz alleine unterwegs?
Liebe Grüße

Ilona

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