Fazit:
Auch wenn der Urlaub etwas beeinträchtigt war durch die diversen gesundheitlichen Probleme (daran bin ich inzwischen leider ja schon gewöhnt, wobei das Ganze in diesem Urlaub nochmal eine höhere Stufe erreicht hat) und durch das in der zweiten Hälfte der Reise häufig schlechte Wetter, hatte ich eine schöne Zeit. Lappland hat mir sehr gut gefallen und ist mit den Bergen und Rentieren eine Abwechslung zum restlichen Finnland. Die Fahrtstrecken waren teilweise recht lang, das ließ sich aber wegen meiner Entscheidung ab / bis Helsinki zu fahren, nicht ändern. Für diese Reise war ich auch recht froh über diese Planung, denn in den letzten Tagen hätten weder mein Knie noch das Wetter weitere Wanderungen zugelassen, so dass ich diese Zeit in Lappland nicht mehr hätte sinnvoll nutzen können, so aber hatte ich noch abwechslungsreiche Urlaubstage am Meer und mit Lahti sogar noch eine Stadt mit dabei.
Wie erwartet nach all dem was ich so gelesen hatte, waren in Lappland wesentlich mehr Touristen unterwegs als im restlichen Finnland. Es handelte sich dabei überwiegend um Finnen, in sehr viel kleinerer Zahl Reisende aus anderen europäischen Ländern. Asiaten und Amerikaner, die auch immer in Bezug auf den Lappland Tourismus genannt werden, waren fast nur im Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi anzutreffen, diese Gruppe ist wohl eher im Winter unterwegs. In Kilpisjärvi sind mir einige Autos mit norwegischen Kennzeichen aufgefallen, die man sonst trotz der Nähe zu Finnland dort eigentlich gar nicht sieht.
Die „kleine Bärenrunde“ im Oulanka Nationalpark war mir etwas zu voll, diese würde ich aus diesem Grund wohl nicht wiederholen, auch die erste Wanderung im Pyhä-Luosto NP (mit dem steilen Geröllaufstieg) und die zweite Wanderung im Pallas-Yllästunturi NP (am Nebeltag) habe ich mit recht vielen anderen Wanderern geteilt, hier war es aber noch erträglich. Alle anderen Wanderungen waren ruhig, im südlichen Teil Finnlands war ich wie auch in den beiden Jahren zuvor im Juni ganz oder fast ganz alleine unterwegs.
Einen weiteren Lappland Urlaub wird es auf jeden Fall geben, vielleicht / hoffentlich schon nächsten Herbst, ob ich nochmal in Helsinki starte, weiß ich noch nicht. Aber auch der südliche Teil Finnlands wird mich sicherlich noch öfters sehen.
Den obigen Text habe ich im Oktober geschrieben, im November habe ich dann voller Optimismus und Hoffnung, dass mein Knie nächsten Herbst das Wandern wieder erlaubt, einen Flug nach Oulu gebucht, auch die Route durch Lappland steht schon, eine Mischung aus bekannten Ecken (aber mit anderen Wanderungen) und neuen.
Inzwischen bin ich aber nicht mehr so optimistisch was mein Knie angeht und mache mir deshalb Gedanken über eine alternative Route, bei der ich die Natur und auch ein paar Städtchen auch ohne längere Wanderungen genießen kann. Deshalb plane ich gerade eine Runde zu den Lofoten, Vesteralen und Senja. Das bedeutet aber wieder viel Fahrerei am Anfang und Ende, eine weitere Alternative wäre eine Runde über Tornio/Haparanda - Jokkmokk - Östersund - Sundsvall - Höga Kusten (also das Gegenstück zum Kvarken Archipel) - Pitea.