Whistler VillageAm nächsten Morgen sind wir natürlich sehr früh wach. Wir nutzen die Zeit auszupacken und für die Recherche nach einem Frühstückslokal. Das WiFi hier funktioniert reibungslos und ist ziemlich schnell.
In den USA steht ein langes Wochenende an, wegen des Martin Luther King Jr. Tag. Deswegen – Seattle z.B. ist ja nicht weit weg – hätten wir für den Skipass am Samstag einen extra Aufpreis zahlen müssen. Das sparen wir uns und nutzen den ersten Tag dazu, den Ort näher zu erkunden. Eine erste Runde drehen wir morgens. Von dem Straßenrondell, an dem neben unserem noch zwei weitere Hotels stehen, kommen wir durch eine Passage zur Fußgängerzone
Village Stroll So kurz vor acht Uhr ist es noch sehr schattig im Ort.
Wir werden von einem hölzernen Herrn begrüßt

Welcome Figure
Das Kunstwerk würdigt die Zusammenarbeit der Squamish Nation und der Lil’wat Nation in ihrem gemeinsamen Territorium hier in Whistler. Es wurde 2012 im Squamish Lil’wat Cultural Centre geschnitzt. Das Center hätte ich mir gern angeschaut, irgendwie hat es aber nie gepasst mit der Zeit.
Fürs Frühstück landen wir im
La Brasserie des Artistes; rustikale Einrichtung und ein passendes Wandgemälde.

Serviert wird so das übliche Diner Essen. Die Preise schockieren uns erst – doch halt: das hier sind Kanadische Dollar, gaanz anderer Kurs (1 Euro = 1,61 CA$).

Das übliche amerikanische Two Eggs plus Beilagen kostet 19 CAD (+Tip + Tax) Wir frühstücken hier noch zwei weitere Male, einmal sind wir zum Abendessen hier.
Mittags drehen wir eine weitere Runde, da ist es nicht mehr ganz so schattig. Wir spazieren den Village Stroll entlang nach Norden. Die meisten, wenn nicht alle, Gebäude hier scheinen im Erdgeschoss Lokale oder Läden und darüber Urlaubsunterkünfte zu beherbergen. Naturgemäß sind es meistens Sportgeschäfte, nahezu alle Marken vertreten. Als jedoch Kerstens Badelatschen kaputt gingen, wurden wir für Ersatz erst in einem Haushaltswarengeschäft fündig. Souvenirshops dürfen nicht fehlen. Die hatten toll geschnitzte Bärenbilder, leider etwas zu filigran fürs Fluggepäck. So blieb es denn beim üblichen T-Shirts, Magnet, Kaffeebecher Kauf.



Brauhaus der
High Mountain Brewing CoEigentlich besuchen wir ja solche lokalen Brauereien ganz gern, doch hier waren uns die Preise im Restaurant zu abgehoben.

Bach mit "Strand"

War uns dann doch zu frisch dort zu verweilen.
Am Ende des Strolls finden wir wie erhofft einen Supermarkt, den Fresh Market. Wir kaufen Ginger Ale, Obst und Muffins ein. Sie haben hier auch lecker aussehendes Baguette, damit wären weitere Frühstücke gesichert. Zusammen mit German Salami, Black Forest Ham, Swiss Cheese, Jalapeno Philadelphia und Himbeermarmelade.

Für Bier müssen wir dann in den BC Liquor Store, Wein war dort sehr teuer. Mineralwasser - auch mit Sprudel - konnten wir im Hotel in eine Karaffe abzapfen.
Wir marschieren zurück zur

Skiers Plaza
Beim Apres Ski kann Whistler durchaus mit den Alpen mithalten. Hier an der Plaza gibt es drei große und immer sehr gut besuchte Lokale: The Longhorn Saloon, Black's Pub und den Dubh Linn Gate Pub. Schon mittags muss man hier ein Weilchen anstehen.

Zur Feier unseres Geburtstages haben wir uns im Black's Pub eine Flasche Prosecco als Aperitif gegönnt.

Im irischen Pub waren wir einen Abend essen. War ein wenig enttäuschend; sowohl irisches Bier als auch meine gewünschten Spare Ribs waren ausverkauft.
Interessant fanden wir noch die Mülltrennung hier im Ort. Offenbar ist hier auch Bärengebiet, zum Glück halten die ja wohl jetzt Winterschlaf.

Danach waren wir meist nur im Dunkeln im Ort unterwegs. Machte viel mehr Spaß mit all den hübschen bunten Lichtern.




Vielleicht erinnert ihr euch noch? 2010 fanden in Whistler (Vancouver) die olympischen Winterspiele statt. Die Olympic Plaza mit den Ringen gibt es immer noch. Hier könnt ihr abends auch Eislaufen.

Dank des guten Angebots des Fresh Markets waren wir nicht jeden Abend zum Essen im Restaurant. Am Samstag waren wir einfach zu blöd, der Ort war voll und wir hatten nichts reserviert. Da blieb nur eine Pizza zum Mitnehmen, eine sehr leckere immerhin. Es gab dann weiterhin im
La Brasserie und im Irish Pub jeweils Burger, ersterer interessanterweise in einer Art Laugenbrötchen.
The Mexican Corner Restaurant im ersten Stock bei Black's Pub können wir auch empfehlen. Zweimal haben wir die
Old Spaghetti Factory besucht. Der Clou dort ist, dass im Preis zu den Gerichten Suppe oder Salat vorweg sowie ein Dessert hinterher inbegriffen sind. Von dem Salat allein war ich schon fast satt, die Nudelportion war ebenfalls üppig und sehr lecker. Zum Nachtisch die zwei Kugeln Spumoni Eiscreme (Schokolade mit Pistazie) rutschen zum Glück fast von selbst. (Preis 24 CAD)

Bei der Ankunft im Hotel haben wir einen Gutschein für das Restaurant im Haus, das
Bearfoot Bistro, bekommen. Nun ist das nicht unbedingt das, was wir unter einem Bistro verstehen, sondern eher so genanntes Fine Dining. Schließlich wird dort auch das gute und teure Kobe-Rind serviert.

Ich hatte Colin im Verdacht, den Gutschein quasi als Geburtstagsgeschenk veranlasst zu haben. Dem war aber nicht so. Bleibt eigentlich nur noch das Hotel oder Canusa

Wer auch immer hat 100 CAD springen lassen und so reservieren wir dort für das Geburtstagsessen.
Allzu fein muss man sich nicht anziehen, habe vorher gespickt. Trotz gehobener Preise ist der Schuppen voll.
Die Küche ist leicht japanisch angehaucht, Gastrokritiker haben da bestimmt einen tollen Namen für. Wir lassen die Vorspeise aus, lieber Platz für ein Dessert

Erst liebäugele ich mit dem King Salmon, dann nehmen wir doch beide das 170g Steak (das normale, kein Kobe). Dazu bekommen wir zusammen geschmorte Kartoffeln, Zwiebeln, Karottenscheiben und Pilze und eine Rotweinsauce. Wie erhofft, hat der Magen noch Platz für ein Dessert: Crème Brûlée bzw. Coconut Panacotta. Das war ein excellentes Essen zum 70. und 62. Geburtstag, das wir uns vielleicht auch ohne Gutschein gegönnt hätten. Übrigens hat der knapp für eine Person (ohne Wein) gereicht.
Bilder von den Speisen habe ich irgendwie nie gemacht.
Zum Bistro gehört noch der
Grey Goose Ice Room, die weltweit kälteste Wodka Probierstube. Dort könnt ihr - in entsprechenden Anoraks gekleidet - bei minus 32°C vier eurer Wahl aus 50 Sorten Wodka verkosten. Hört sich interessant an, haben wir uns dann aber doch gespart.
