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Hilfe, mir gefallen meine DSLR Fotos nicht mehr
Horst:
DSLRs greifen generell nicht so aggressiv in ein Bild ein wie Smartphones das (mittlerweile) tun. Das bietet aber ja immer noch die Möglichkeit das nachträglich selbst zu tun.
Mit Bildbearbeitungen kann man heutzutage ohne großen Aufwand sehr schnell zu guten Ergebnissen kommen. Wer dafür wenig Zeit aufwenden möchte macht für ein Bild ein paar Einstellungen, kopiert die und fügt die bei den anderen ein. Schneller geht es nur noch, wenn man eines der vorgegebenen Presets der Software (oder ein eigens Erstelltes) nimmt und das über alle Fotos kopiert. So kann man auch mehr Sättigung, Schärfe, Kontrast usw. verstärken. Ich mache das inzwischen auch so, mache Einstellungen kopiere die auf die anderen Fotos des jeweiligen Tages (wo dann doch meist wetterbedingt das Licht gleich ist) und gehe dann die Fotos noch mal kurz durch ob ich bei dem einen oder anderen noch was schrauben möchte. Neben dem klassischen Zuschneiden (also Bildausschnitt verändern) und anderen klassischen Einstellungen kann es auch sein, dass man mal einen Strommasten entfernen möchte, einem der blasse Himmel so nicht gefällt oder das Foto nicht waagerecht usw. Mit moderner Software plus KI alles ein Kinderspiel.
Gimp (auch wenn es klasse ist) würde ich aufgrund des großen Lernaufwands nur Leuten empfehlen die sich tief einarbeiten wollen. Ich arbeite derzeit für die schnelle Bearbeitung mit Luminar Neo (was sich recht einfach bedienen lässt), bin damit ganz zufrieden und mache nur absolute Spezialfälle mit Gimp.
Rainer:
Bei dem Bild in dem Reisebericht ist es der Himmel, der auffällig besser aus dem Smartphone herauskommt. Und das ist leider etwas problematischer, weil das Smartphone dem Himmel (wahrscheinlich mit Hilfe von KI) andere Entwicklungsparameter zuordnet als dem Rest des Bildes.
Wenn man also ähnliche Ergebnisse erzielen will (in Gimp beispielsweise), muss man den Himmel "freistellen" (= als Auswahl markieren) um dann gezielt nur den Himmel zu bearbeiten. Ansonsten würde sich jede globale Änderung (ich habe mit einer Verschiebung des Gammawerts bereits ein ansehnliches Ergebnis) auf alle Bereiche des Bildes auswirken, was aber zu unerwünschten Änderungen führt.
Insofern ist das ein schönes Beispiel dafür, dass leider nicht eine grundsätzliche Voreinstellung in der Kamera (oder auch in Gimp nachher) zum gewünschten Ziel führt, weil es keine Möglichkeit gibt, durch Voreinstellungen nur einen bestimmten Bereich zu bearbeiten. Da ist die Ki des Smartphones den gängigen Möglichkeiten überlegen.
@Horst: übrigens habe ich (überrascht und erfreut zugleich) festgestellt, dass unser beider "Billigheimer" von Motorola auch über KI verfügt und beispielsweise auch tadellos Strommasten etc. entfernen kann. Ziemlich cool! Es kann auch problemlos eine faden Himmel durch einen generierten Schickimicki Himmel ersetzen u.v.m., überhaupt sehen Fotos (bei gutem Licht) sehr ordentlich aus. Das hätte ich endgültig in dieser Preisklasse nicht mehr erwartet (auch der Videostabi ist sehr effektiv), eigentlich wollte ich gar keine Fotos oder Videos damit machen, aber jetzt habe ich meine Meinung geändert. Das Smartphone hat man ja auch so gut wie immer dabei und die Möglichkeit, störende Gegenstände mit ein paar Klicks resp. Touchs rückstandsfrei zu entfernen (nennt sich bei Motorola übrigens "Magischer Radierer") ist wirklich genial und hilfreich. Dafür mußte Sylvia früher stundenlang in Photoshop hetumklicken. Ich kannte diese Funktion von Sylvias Google Pixel, aber das ist ja auch eine andere Preisliga.
Horst:
Hi Rainer,
ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich den Umzug auf das neue Motorolla noch immer nicht geschafft habe, einfach zu viel los in dem Jahr bisher. Plane das nun mal für den Herbst ein.
Nebenbei darf ich mch nun um die Sichtung von über 13.000 Fotos in dem Jahr bemühen, die auf 4 Reisen zwischen April und August entstanden sind. Mein Rekord und eigentlich bräuchte ich da nochmal Urlaub dafür. ;)
Susan:
Danke nochmals für die weiteren Beiträge. Die Sony RX ist ja wirklich ein Leichtgewicht gegenüber meinem Trümmer ^-^
Zwar kenne ich mich mit Photoshop hinreichend aus, jedoch fehlt mir meist die Lust zur Nachbearbeitung damit. So bleibt es in der Regel bei Bildbeschneidung und kleineren Korrekturen. Der Hinweis auf das Kopieren von Einstellungen oder eigenen Presets ist gut. An die Möglichkeit hatte ich noch gar nicht gedacht. Ich werde mir auch mal Luminar Neo anschauen.
Rainer:
Au wei, 13.000 ist viel, viel zu viel. Sylvia hat unsere Fotos der Ostsee Kreuzfahrt gesichtet, ca. 600 Stück, dafür hat sie ca. 1 Tag benötigt. Allerdings habe ich dabei noch geholfen, weil die Fotos aus verschiedenen Kameras mit verschiedenen Timestamps und anderen Namenskonventionen kommen, das habe ich dann zusammengeführt, damit die Fotos quasi als DIA Show auf einem TV laufen können.
Und diesen Aufwand jetzt mal 22, sind 3 Wochen am Stück..... das wirst Du kaum noch schaffen. Oder Du nimmst Dir gnadenlos vor, an jedem 2. Sonntag ca. 1000 Fotos zu sichten, dann bist Du ungefähr im April 2025 fertig. Ohnehin must Du ziemlich rabiat aufräumen, mehr als ca. 250 Fotos pro Reise sollten nicht übrig bleiben, sonst kann man es keinem mehr zeigen, die Aufmerksamkeit läßt zu sehr nach.
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