Autor Thema: Andalucia y más 2026  (Gelesen 425 mal)

Ilona

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Andalucia y más 2026
« am: 31. Juli 2026, 14:40:43 »
Andalucia y más 2026  :adieu:

Vorwort

Schon sehr lange stand Andalusien auf unserer Liste und im Frühjahr 2026 sollte es endlich soweit sein. Sehr viele schwärmen von der Costa del Sol und haben sogar ihren Altersruhesitz dort. Ein paar Jahre vor der Rente könnte man sich Südspanien schließlich auch unter diesem Gesichtspunkt anschauen :zwinker:.

Nach der Rückkehr fragte mich mein Chef, wie denn der Urlaub so war. Meine Antwort lautete:

Aufregend
Anstrengend
Erlebnisreich
Schmerzhaft


Den Flug hatte ich 11 Monate im Voraus direkt bei der Frusthansa gebucht. Da konnte keiner ahnen, dass die Piloten genau in diesem Zeitraum zu einem mehrtägigen Streik aufrufen.

Zwei Tage vor Abflug erhielt ich mitten in der Nacht eine Mail, dass der Direktflug nach Malaga annulliert wurde. Ich hätte zwar die Möglichkeit gehabt, nach einem Alternativflug zu suchen, doch nachts schlafe ich und checke keine Mails. Am Morgen war bereits eine weitere Mail im Postfach, dass unser Flug automatisch umgebucht wurde. Die KI oder eine andere schlaue Software hatte es zu gut mit uns gemeint und uns von Frankfurt nach Wien (Austrian), von Wien nach Zürich (Austrian) und von Zürich nach Malaga (Swiss) umgebucht. Aus den vormals drei Flugstunden wären neun Stunden geworden. Da unsere Reisen immer durchgetaktet sind, wären die erste Hotelübernachtung und die Tickets für die Alhambra flöten gegangen. Das Hotel wäre mir egal gewesen, doch die begehrten Alhambra-Tickets muss man Monate im Voraus kaufen.
 
Die Aufregung war somit an dem Sonntagmorgen groß. Ich hing an dem Tag unzählige Male und insgesamt 8,5 Stunden in der Warteschleife der Senator-Hotline. Nach 30 Minuten wurde ich immer aus der Leitung geworfen. Nachmittags waren wir zum Geburtstag eingeladen. Dies war die einzige Unterbrechung. Am Abend kam ich dann endlich durch und landete bei einer netten Dame in Istanbul. Sie buchte uns auf die zwei letzten Plätze der zweiten Lufthansa-Maschine um, die nachmittags startete. So fiel an dem Tag nur einer der beiden LH-Flüge dem Streik zum Opfer und wir trafen zwar später, aber nicht erst am nächsten Morgen in Malaga ein. An dem Abend fielen uns riesige Felsbrocken vom Herzen. Schnell schickte ich noch eine Mail an das Mietwagenunternehmen, dass wir ca. fünf Stunden später eintreffen. Nun blieb zu hoffen, dass dieser Flug nicht auch noch gestrichen wird.

Anreise

Am 14.04.26 war es dann so weit und wir machten uns vormittags in aller Ruhe auf den Weg zum Frankfurter Flughafen. Das Auto stellten wir wieder bei Parkobello unter. Flugreisende waren an dem Tag rar und im Parkhaus viel mehr Platz als sonst.

Mein Senator-Status ermöglichte uns den First Class Check-in, obwohl wir nur Economy Tickets hatten.



Das war eine feine Sache, denn an den drei Schaltern war nichts los.



Danach kommt gleich die Siko und die Kontrolle verlief am Streiktag recht zügig. Anschließend besuchten wir die Senator-Lounge. Genügend Zeit bis zum Abflug um 13:50 Uhr hatten wir.

In der Lounge war aufgrund des Streiks auch wenig los. Wir frühstückten und informierten uns über das Welt- und Boulevard-Geschehen.



Die Lufthansa feierte einen Tag später ihr 100jähriges Jubiläum. Aus diesem Grund wurden zwischendurch Cocktails und süße Leckereien gereicht.





Nach dem Süßkram fand noch eine kleine Portion Currywurst Platz.



Pappsatt machten wir uns auf den Weg zum Gate. An der netten Servicekraft vom Jubiläums-Leckereien-Tisch kamen wir jedoch nicht vorbei, ohne dass sie uns noch wenigstens ein Macaron auf die Hand mitgab. Tortenstücke lehnten wir ab, denn die konnten wir schlecht auf der Hand zum Gate balancieren.

Der Airbus musste erst noch betankt werden und das Bording verzögerte sich um 15 Minuten. Zudem mussten Techniker anrücken, da dem Pilot beim Rundgang um die Maschine ein Fleck am Triebwerk aufgefallen war. Weitere 20 Minuten vergingen. Aber das sahen wir nach der ganzen Aufregung im Vorfeld gelassen.
 
Der Vogel hob mit etwas Verspätung ab und das Triebwerk funktionierte einwandfrei.



Nach der guten Vorlage genügte uns dies auf dem dreistündigen Flug.



Nach der Landung um 17:30 Uhr holten wir das Gepäck und gingen schnell zum Treffpunkt des Mietwagenanbieters. Wir hatten uns für ein Fahrzeug von Marbesol entschieden. Preis und Leistung stimmten hier.

Mit dem Shuttlebus wurden wir ein paar Kilometer außerhalb des Flughafens gebracht. Bei der Autovermietung wird man nach Nummern aufgerufen. Die Abwicklung erfolgte schnell und unser Erstaunen war groß, als wir den SUV sahen. Eigentlich wollten wir ein kleineres Modell und kein Riesenschiff. Doch dieser EBRO S700 war uns zugeteilt.



Die Automarke war uns kein Begriff, so dass ich unterwegs googelte. Die KI wusste natürlich Bescheid:

Ebro ist eine wiederbelebte spanische Automobilmarke, die seit 2025 in Barcelona moderne SUV-Modelle (S700, S800, S900) auf Basis chinesischer Chery-Technologie produziert. Das Angebot umfasst Benziner und Plug-in-Hybride mit Leistungen von 147 bis über 400 PS, wobei der Fokus auf Platzangebot, moderner Technik und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis liegt.

Aha, wir hatten auf einen Asiaten getippt und keinen feurigen Spanier erwartet. Daraufhin gab ich ihm den Namen El Toro.

Das Riesenschiff hatte nur 4408 km auf dem Tacho und eine kleine Delle im Blech. Damit konnten wir leben.

Wir mussten noch bis Granada zu unserer ersten Unterkunft fahren. El Toro hielt den Fahrer auf Trab. Sobald Heiko den Blick von der Straße nahm, meckerte ihn das Auto an ;D. Wurde Heiko von der Sonne geblendet und kniff die Augen zusammen, stand auf dem Display, dass er eine Kaffeepause einlegen soll :totlach:. Nach 1,5 Stunden erreichten wir ein großes Einkaufszentrum in Granada. Dort kehrten wir auf einen Imbiss beim Burger King ein, bevor wir zum Hotel fuhren.
 
Das Hotel ist in der Nähe der Alhambra und verfügt nur über ein paar Parkplätze. An dem Abend war allerdings keiner mehr frei und der Mietwagen wurde vis-à-vis auf dem P2 Parkplatz der Alhambra abgestellt. Die Parkgebühren sind gleich und kosteten stolze 23 € für 24 Stunden. Das wussten wir aber.

Die Zimmer und vor allem die Bäder in dem älteren Hotel sind etwas klein. Für eine Nacht reicht der Platz aber vollkommen aus.



Da wir uns an dem Tag noch nicht groß bewegt hatten, machten wir einen Abendspaziergang hinunter zur Alhambra und schauten, wo der Eingang zum Nasridenpalast ist.

Wo es hinunter geht, geht's auch wieder hinauf :girly:. Wir waren jedenfalls nach dem Spaziergang platt und fielen nach dem Duschen gleich ins Bett.

Übernachtung: Hotel Porcel Alixares - 96,62 € inkl. Frühstück

Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Christina

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Re: Andalucia y más 2026
« Antwort #1 am: 31. Juli 2026, 19:42:30 »
Ich steige gleich mal zu, da gibt es sicherlich einiges an Erinnerungen aufzufrischen und dazu ganz viel Neues, ich habe ja nur drei Städte angeschaut.

Da hat euch der LH Streik zwei Monate nach uns auch noch getroffen und auch noch viel schlimmer, das ist ja doch ziemlich unverschämt, euch auf so einen Umsteigemarathon zu buchen, obwohl es einen zweiten Direktflug an dem Tag gab, zum Glück bist du hartnäckig geblieben.

Das mit den Upgrades zu größeren Autos scheint sich also in Spanien fortzusetzen, Horst ging es ja auch schon so (und mir bei meinem ersten Mallorca Aufenthalt), dabei kann man so große Autos doch dort gar nicht gebrauchen. Ich hatte schon ein bisschen Sorge, dass es uns in Faro auch passiert, aber wir haben genau die gebuchte Klasse bekommen. Wobei es dann an der Algarve eigentlich gar keine problematischen Stellen gab, das ist dort mit den engen spanischen (Alt)städten gar nicht zu vergleichen.


LG Christina

Susan

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Re: Andalucia y más 2026
« Antwort #2 am: 31. Juli 2026, 20:37:17 »
Bin aus dem hohen Norden zurück und kann daher gleich für eine Reise in den Süden einsteigen  ;D

Die Flugumbuchung war ja echt eine Unverschämtheit. Gut, dass es da noch eine Alternative gab - Hartnäckigkeit zahlt sich dann doch manchmal aus. Hab grad überlegt, ob wir das Hotel gesehen haben letztes Jahr  :gruebel: Doch wir waren wohl zu konzentriert auf die Motoparkplätze.
Liebe Grüße
Susan


Silv

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Re: Andalucia y más 2026
« Antwort #3 am: 01. August 2026, 11:39:52 »
Ich komme auch mit! Bin froh, dass ich jetzt einsteige und nicht das ganze Prozedere mit der Anreise hab mitmachen müssen  ::)
Liebe Grüße
Silvia

Horst

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Re: Andalucia y más 2026
« Antwort #4 am: 01. August 2026, 11:49:25 »
Spanien scheint im Eumerika-Trend zu liegen - bei mir geht's in 3 Wochen auch wieder da hin, allerdings in den Norden. :)
Passt aber zur Einstimmung wunderbar.  :D
Semana Santa war Euch wohl zu viel los, dass ihr kurz danach gefahren seid?




Die KI wusste natürlich Bescheid:

Ebro ist eine wiederbelebte spanische Automobilmarke, die seit 2025 in Barcelona moderne SUV-Modelle (S700, S800, S900) auf Basis chinesischer Chery-Technologie produziert. Das Angebot umfasst Benziner und Plug-in-Hybride mit Leistungen von 147 bis über 400 PS, wobei der Fokus auf Platzangebot, moderner Technik und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis liegt.


Aha, wir hatten auf einen Asiaten getippt und keinen feurigen Spanier erwartet. Daraufhin gab ich ihm den Namen El Toro.

Wir mussten noch bis Granada zu unserer ersten Unterkunft fahren. El Toro hielt den Fahrer auf Trab. Sobald Heiko den Blick von der Straße nahm, meckerte ihn das Auto an ;D. Wurde Heiko von der Sonne geblendet und kniff die Augen zusammen, stand auf dem Display, dass er eine Kaffeepause einlegen soll :totlach:.
:o Da hätte ich die KI erstmal gefragt ob und wie man den Mist beenden kann.
Wäre bei mir gerade im Urlaub ein absolutes NoGo. Hoffe mal für Euch das ließ sich abstellen(?).

Ilona

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Re: Andalucia y más 2026
« Antwort #5 am: 01. August 2026, 14:13:03 »
Ich steige gleich mal zu, da gibt es sicherlich einiges an Erinnerungen aufzufrischen und dazu ganz viel Neues, ich habe ja nur drei Städte angeschaut.

Willkommen, Christina  :adieu:.

Hoffentlich enttäuscht es dich nicht, dass unsere Reisen nur ganz wenig Gemeinsamkeiten haben. Du hast nämlich drei Städte angeschaut und wir fast keine :cool2:.

Da hat euch der LH Streik zwei Monate nach uns auch noch getroffen und auch noch viel schlimmer, das ist ja doch ziemlich unverschämt, euch auf so einen Umsteigemarathon zu buchen, obwohl es einen zweiten Direktflug an dem Tag gab, zum Glück bist du hartnäckig geblieben.

Hinter den Umbuchungen stecken keine Personen, sondern das Buchungssystem sucht automatisch nach Alternativen. Trotz Vielfliegerstatus wäre uns das zu viel des Guten gewesen.

Das mit den Upgrades zu größeren Autos scheint sich also in Spanien fortzusetzen, Horst ging es ja auch schon so (und mir bei meinem ersten Mallorca Aufenthalt), dabei kann man so große Autos doch dort gar nicht gebrauchen. Ich hatte schon ein bisschen Sorge, dass es uns in Faro auch passiert, aber wir haben genau die gebuchte Klasse bekommen. Wobei es dann an der Algarve eigentlich gar keine problematischen Stellen gab, das ist dort mit den engen spanischen (Alt)städten gar nicht zu vergleichen.

Laut Reservierung hätten wir einen Renault Kadjar oder Arkana erhalten sollen. Uns war halt Automatik wichtig. Der EBRO S700 ist höher und von der Größe mit einem BMW X3 zu vergleichen. Anfangs hatten wir unsere Bedenken, doch wir sind in keiner engen Straße gelandet bzw. stecken geblieben. Auf den engeren Landstraßen hatten wir selten Gegenverkehr. Komfortabel und geräumig ist der EBRO auf jeden Fall.
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Andalucia y más 2026
« Antwort #6 am: 01. August 2026, 14:30:28 »
Bin aus dem hohen Norden zurück und kann daher gleich für eine Reise in den Süden einsteigen  ;D

Willkommen zurück, Susan und schön, dass du gleich zugestiegen bist :adieu:.

Die Flugumbuchung war ja echt eine Unverschämtheit. Gut, dass es da noch eine Alternative gab - Hartnäckigkeit zahlt sich dann doch manchmal aus.

Fast hätten wir resigniert und in den sauren Apfel gebissen. Wenn du in der Hotline ständig an hundertster Stelle landest und nach 30 Minuten endlich auf Platz 25 - 17 angekommen aus der Leitung fliegst :bang: , dann macht das wenig Laune. Gut, dass bis abends die meisten umgebucht hatten und ich nach zwei Minuten durchkam. Es könnte auch sein, dass ab dem späten Nachmittag mehr Servicemitarbeiter an den Telefonen verpflichtet wurden zur Verfügung standen.

Hab grad überlegt, ob wir das Hotel gesehen haben letztes Jahr  :gruebel: Doch wir waren wohl zu konzentriert auf die Motoparkplätze.

Das Hotel befindet sich an der Straße zur Alhambra und ist von hohen Bäumen verdeckt. Wenn man direkt auf dem Fußweg von den Parkplätzen nach unten läuft, fällt das Hotel nicht auf.

Liebe Grüße

Ilona

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Re: Andalucia y más 2026
« Antwort #7 am: 01. August 2026, 14:39:58 »
Ich komme auch mit! Bin froh, dass ich jetzt einsteige und nicht das ganze Prozedere mit der Anreise hab mitmachen müssen  ::)

Willkommen, Silvia  :adieu:. Ja, der Pilotenstreik hatte mich den letzten Nerv gekostet. Da freut man sich 11 Monate auf die Reise ... .

Letztendlich hat doch alles mit etwas Verzögerung und einem Mordsaufwand geklappt :thumb:.
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Andalucia y más 2026
« Antwort #8 am: 01. August 2026, 14:49:23 »
Spanien scheint im Eumerika-Trend zu liegen - bei mir geht's in 3 Wochen auch wieder da hin, allerdings in den Norden. :)
Passt aber zur Einstimmung wunderbar.  :D

Bienvenido, Horst :adieu:. Schön, dass du mit dabei bist. Spanien ist generell kein schlechtes Urlaubsland und es gibt viel zu erkunden. Hoffen wir mal, dass die Hitze in den nächsten drei Wochen nachlässt und in der Gegend nichts brennt.

Semana Santa war Euch wohl zu viel los, dass ihr kurz danach gefahren seid?

Wir reisen nie in den Ferien und auch nicht, wenn es zu überfüllt ist.

:o Da hätte ich die KI erstmal gefragt ob und wie man den Mist beenden kann.
Wäre bei mir gerade im Urlaub ein absolutes NoGo. Hoffe mal für Euch das ließ sich abstellen(?).

Jetzt kommst du mit der Idee daher :totlach:. Da sind wir gar nicht drauf gekommen und arrangierten uns mit El Toro, der stets ein Auge auf Heiko hatte :cool2:.

Schlimm war das nur auf der Fahrt nach Granada. Obwohl man das Flugzeug nicht selbst steuern muss, ist die Anreise (auch aufgrund des frühen Aufstehens) immer ermüdend. So war dieses Tool mit den Hinweisen gar nicht schlecht und sogar aufheiternd.
Liebe Grüße

Ilona

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Re: Andalucia y más 2026
« Antwort #9 am: Heute um 13:25:29 »
15.04.26 – Von Granada nach Antequera
 
Highlights: Alhambra und El Torcal

Das etwas betagte, hellhörige Hotel war ausgebucht und dementsprechend voll war es im Speisesaal, der das Ambiente einer Werkskantine versprühte.

Wir frühstückten inmitten zwei Busladungen voller Chinesen, die in aller Eile das Büffet stürmten.



Nach dem Frühstück checkten wir aus. Die Koffer durften wir im Hotel deponieren.

Schon Monate im Voraus hatte ich Tickets für den Nasridenpalast für 9:00 Uhr reserviert. Sozusagen für die erste Einlassgruppe. Die restlichen Trakte der riesigen Stadtburg öffnen um 8:30 Uhr.

Um nicht so lange warten zu müssen, waren wir die ersten Besucher der Alcazaba. Die Alcazaba ist der älteste Teil der Alhambra und war die Verteidigungsanlage der Festung.



Der Rundgang inklusive des Aufstieges zum Waffenturm dauerte bei uns nur 20 Minuten. Danach nutzten wir auf dem Weg noch schnell die Toiletten und standen pünktlich am Einlass vom Nasridenpalast. Dabei handelt es sich um ein Meisterwerk maurischer Architektur und das Herzstück der Alhambra.

Die Wand- und Deckenmuster sind sowas von filigran.



Ich bin kein Fan von alten Gemäuern, doch solch Kunsthandwerk begeistert mich.





Man geht von Gebäudeteil zu Gebäudeteil. So früh am Morgen kamen wir zügig durch.









Am Löwenbrunnen



sieht es in ruhigen Zeiten so aus.



Wenn man Decken fotografiert, steht wenigstens keiner im Weg :zwinker:.





Ein kleiner Garten im Innenhof. Hier befindet sich auch der Ausgang vom Nasridenpalast.



Die große Gartenanlage im Anschluss ist schlecht beschildert.



Wir irrten etwas umher, bevor ich eine Gärtnerin ansprach und nach dem Weg zum Palacio del Generalife fragte. Der befindet sich oberhalb und da kam noch einiges an Fußstrecke zusammen.



Von dort sind wir gekommen.



Der Palacio del Generalife ist der ehemalige Sommerpalast und die Gartenanlage der nasridischen Sultane. Erbaut im 13. Jahrhundert, diente er als Rückzugsort der Könige. Bekannt ist er für seine üppigen Gärten und Wasserspiele.



Ganz oben gibt es die Wassertreppe (Escalera del Agua). Die Treppe mit insgesamt drei Abschnitten ist einzigartig und stammt aus dem 14. Jahrhundert. Von der Gärtnerin wurde uns dieser Abstecher empfohlen.



Ich war somit mit der Alhambra durch :toothy9:. Heiko war vor über 20 Jahren schon einmal mit mehr Zeit dort. Nach rekordverdächtigen zwei Stunden machten wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle.

Die Kleinbusse der Linien C30 und C32 verkehren regelmäßig zwischen der Alhambra und der Altstadt von Granada. Für 1,50 € pro Person und Strecke blieb uns ein steiler, anstrengender Fußmarsch erspart.

Die Busfahrer rasen mit Karacho durch die engen Gassen, in denen der Bus wenigstens nicht umkippen kann. In der Nähe vom Plaza Isabel del Católica stiegen wir aus.

Die Statue stellt ein Gespräch zwischen Christoph Kolumbus und der Königin Isabel dar.



Zur und um die Kathedrale von Granada bahnten wir uns einen Weg durch die überfüllten engen Gassen. Wir verzichteten auf die kostenpflichtige Besichtigung und weil ich zu viele Köpfe hätte unkenntlich machen müssen, gibt es hier nur ein Bild von der Seite durch den Zaun.



Beim Hohen Gerichtshof (Real Chancilleria) war es ruhiger. Städte sind einfach nicht unser Ding.



Um die Mittagszeit hatten wir Hunger, doch die Restaurants öffnen erst um 13 Uhr.

Deshalb herrscht beim Güldenen M viel Andrang. Auch wir schnabulierten einen Burger, bevor wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle machten. Wir stiegen bei der Alhambra aus und gingen das Stück zum Parkplatz weiter. Der Parkautomat knöpfte uns die 23 € ab. Danach fuhr Heiko das Auto vors Hotel und wir holten das Gepäck aus dem Lagerraum.

Auf dem Weg zur Autobahn tankten wir unseren Jungbullen voll. Die Spritpreise waren der Traum, denn der Liter kostete nur 1,399. Da tankt man doch gerne.
 
Unsere nächste Unterkunft war im 112 km entfernten Antequera. Der Ort lebt vom Obst- und Gemüseanbau und hat eine gute Infrastruktur. Wir stoppten kurz in einem Einkaufszentrum und kauften bei Carrefour ein.

Im Hotel Antequera Hills konnten wir gleich einchecken. Das Hotel war auf den ersten Blick vielversprechend, doch dann kam die Ernüchterung. Ich hatte einen Executive Room gebucht, der laut Bestätigung 32 m² haben sollte. Das Zimmer im EG war aber viel kleiner, hatte keinen Balkon und einen Ausblick auf den Hinterhof. Ich reklamierte an der Rezeption und bekam als Antwort, dass die Executive Rooms modernisiert sind. Modernisiert bedeutet einen Laminatboden und der Sessel ist neu. Aha?! OK?! Sauber war das Zimmer und wegen einer Nacht wollte ich nicht weiter meckern. Den Balkon hätten wir ohnehin nicht nutzen können.



Wir machten uns lieber auf den Weg zum Naturpark El Torcal. Der befindet sich ca. 13 km entfernt auf dem Berg. An dem späten Nachmittag hatten wir Glück, denn wir durften bis zum Besucherzentrum fahren und bekamen noch einen freien Parkplatz.

Uns erwartete eine überwältigende Karstlandschaft mit Felsformationen, die unsere Herzen :herz: höher schlagen ließen. Hier waren wir in unserem Element. Als erstes gingen wir das kurze Stück zum Aussichtspunkt.
 
Wow, das konnte sich schon mal sehen lassen.









Ein Pfad führt zum Wahrzeichen des Parkes.



Die ersten Frühlingsboten.





Wie ein riesiges Steinmännchen



präsentiert sich El Tornillo (das Gewinde, die Schraube), der aus der Ferne kürzer erscheint.



So langsam leerte sich der Naturpark und wir fuhren zum Hotel zurück.

Die über Antequera thronende Alcazaba gehört zu den größten und beeindruckendsten Festungen des Mittelalters in ganz Spanien. Uns reichte ein Bild. 



Hätte ich geahnt, dass Antequera überhaupt kein verschlafener Ort ist, hätte ich keine Halbpension gebucht. So mussten wir bis 20 Uhr warten, bis die Restauranttür geöffnet wurde. Unsere Mägen knurrten schon die Servicekräfte an.


 
Das Essen war wie das Hotel ein Flop. Die Getränke mussten gleich bestellt und bezahlt werden, dann erst wurden sie an den Tisch gebracht. Das Büffet war übersichtlich und sowohl Fleisch als auch der Fisch trocken gegrillt. Es machte satt, mehr aber auch nicht.

Danach machten wir noch einen Spaziergang. Dort fiel uns zum ersten Mal auf, dass es in Spanien sehr viele Hunde gibt. Deren Hinterlassenschaften werden nicht entsorgt. Den Blick immer auf den Gehweg gerichtet, wichen wir zahlreichen Tretminen aus.

An dem Tag sind etliche Kilometer zu Fuß zusammengekommen. Deshalb machten wir bald das Licht aus.

Übernachtung: Hotel Antequera Hills - 158,40 € inkl. Halbpension

Liebe Grüße

Ilona

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Silv

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Re: Andalucia y más 2026
« Antwort #10 am: Heute um 14:15:09 »

Die Busfahrer rasen mit Karacho durch die engen Gassen, in denen der Bus wenigstens nicht umkippen kann.


Sehr beruhigend!  ;D

Churros sind doch eher eine Süßspeise? Die hätte ich jetzt nicht bei Bacon und Eiern gesucht...
Liebe Grüße
Silvia

Susan

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Re: Andalucia y más 2026
« Antwort #11 am: Heute um 14:49:46 »
Zwei Stunden für die Alhambra sind wirklich rekordverdächtig   ;D Ansonsten, immer wieder sehenswert. Ein bisschen blühte ja schon im Generalife.

Wie schön wenigstens ein paar Bilder von El Torcal zu sehen  ^-^ Ein Besuch dort steht bei uns ja immer noch aus.
Zitat
An dem späten Nachmittag hatten wir Glück, denn wir durften bis zum Besucherzentrum fahren und bekamen noch einen freien Parkplatz.
Also war es doch noch recht voll?

Liebe Grüße
Susan


Ilona

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Re: Andalucia y más 2026
« Antwort #12 am: Heute um 16:22:04 »
Churros sind doch eher eine Süßspeise? Die hätte ich jetzt nicht bei Bacon und Eiern gesucht...

Churros sind aus Brandteig und werden nach dem Frittieren in Zucker gewälzt oder mit Schokoguss überzogen. So kannte ich das bisher. Die vom Hotel waren neutral, so dass man sie herzhaft oder selber süßen konnte. Da ich so ein Teil noch nie gegessen habe, probierte ich ein kleines Stück. Das Gebäck ist aber so gar nicht mein Fall.

Das Büffet war ohnehin mehr auf die Asiaten abgestimmt. Die frühstückten einen Teller Salat zum Käse- mit Marmeladebrot und löffelten Suppe dazu. Andere Länder, andere Sitten. Wahrscheinlich werden die Churros in die Suppe getunkt.

Zwei Stunden für die Alhambra sind wirklich rekordverdächtig   ;D Ansonsten, immer wieder sehenswert. Ein bisschen blühte ja schon im Generalife.

:totlach: Das war mir genug altes Gemäuer und ich war noch einigermaßen gut zu Fuß. Obwohl wir in der ersten Gruppe waren, war es teilweise recht voll. Die Reiseleiter schleusten zur selben Zeit ihre Busladungen durch.

Im Generalife war nur bei den Springbunnen mehr los. Bis da jeder sein Selfie im Kästchen hatte  ::) .

Wie schön wenigstens ein paar Bilder von El Torcal zu sehen  ^-^ Ein Besuch dort steht bei uns ja immer noch aus.
Zitat
An dem späten Nachmittag hatten wir Glück, denn wir durften bis zum Besucherzentrum fahren und bekamen noch einen freien Parkplatz.
Also war es doch noch recht voll?

Der El Torcal begeisterte uns total. Da solltet ihr auf jeden Fall hin.

Da es nur wenig Parkplätze beim Besucherzentrum gibt, wird die Zufahrt zwischen 9 - 15 Uhr gesperrt. Unterhalb gibt es aber einen großen Parkplatz samt Shuttlebus.

Wir hatten das auch nicht gewusst, weil wir an dem Nachmittag erst gegen 16 Uhr eintrafen. Am nächsten Morgen war um 8:30 Uhr die Zufahrt frei und der Parkplatz noch leer. Auf der Rückfahrt sahen wir, dass der Shuttle-Parkplatz gut gefüllt war. Das WoMo würde ich dort stehen lassen. Am Besucherzentrum stand auch keins.

Liebe Grüße

Ilona

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Christina

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Re: Andalucia y más 2026
« Antwort #13 am: Heute um 20:02:39 »
Das war ja wirklich ein rekordverdächtig kurzer Besuch in der Alhambra ;D. Von der Alcazaba hat mir am besten der Blick auf die Altstadt von Granada gefallen, da hast du anscheinend gar keine Fotos gemacht?

Bei dem Ticket für den Nasridenpalast hattet ihr Glück, dass ihr den ersten Zeitslot am Tag bekommen konntet, das hat bei mir ja leider nicht geklappt. Aber bei mir durfte man nicht so nah an den Löwenbrunnen heran, sondern musste unter den umlaufenden Arkaden bleiben, das hat schöne Foto davon sehr erleichtert. Die vielen Verzierungen an Wänden und Decken sind immer wieder schön anzuschauen.

Der Generalife sieht bei euch im Frühling schöner aus, als zu meiner Zeit, alles viel bunter und grüner. Aber das hatte ich mir ja schon gedacht, wobei ich nach dem was du von den Menschenmassen in der Innenstadt schreibst, sehr froh bin, dass ich im Winter dort war, blauen Himmel und angenehme Temperaturen hatte ich ja trotzdem.

Ich bin trotzdem ein wenig erstaunt, dass ihr gar nicht von der Altstadt hinüber zur Alhambra schauen wolltet oder den Sonnenuntergang von dort anschauen, aber gut, so ist jeder anders.

Der Naturpark El Torcal wäre auch was für mich, gut, dass ihr den ohne viele Menschen genießen konntet.

Schade mit dem Hotel, aber bei nur einer Nacht verschmerzbar und Zimmer und Bad sehen ja gut aus.


LG Christina